Hochhaus Augustinerstraße
Unterschreiben Sie hier gegen das neue Hochhaus in der Altstadt! Ausdrucken, Freunde, Kolleginnen und Kollegen unterschreiben lassen und einsenden/abgeben!
| Zukünftiger Blick von der Alten Mainbrücke? Bildmontage des Arbeitskreis Kein neues Hochhaus in der Altstadt!
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum geplanten Abriss des im Bauhaus-Stil errichteten Hochhauses Augustinerstraße mit seiner ca. 29-Meter-Traufhöhe. Anstelle des vom Freistaat Bayern denkmalgeschützen Gebäudes soll ein deutlich voluminöseres Hochhausgbäude mit einer Traufhöhe von über 34 Metern entstehen. Bildmontagen, Links und Beispiele aus anderen Städten finden Sie nach einer Darstellung unserer Aktion auf dieser Seite.
Den gemeinsam mit anderen Initiativen im Arbeitskreis Kein neues Hochhaus in der Altstadt! erstellen Protestflyer können Sie mit einem Klick hier ansehen
Unsere erste Aktion zum geplanten Hochhaus Augustinerstraße vom Januar 2009:
In einem Brief an alle Mitglieder des Stadtrats haben wir anhand von selbst erstellten Bildmontagen das Ausmaß des stadtbildzerstörenden Hochhausprojekts dargestellt.
Immerhin haben sich im Gegensatz zur vorhergehenden Ausschusssitzung dann auch nicht wenige Stadträte für Modifikationen in der Höhe des Gebäudes ausgesprochen. Welche Stadträte das sind, wollen wir demnächst veröffentlichen. Gefunden wurde im Stadtrat jedoch lediglich ein schlechter Kompromiss, der - wie die Montagen des VVW zeigen - noch immer als einschneidende Zerstörung der Stadtsilhouette gesehen werden muss (siehe oberes Bild).
Ausschnittsweise veröffentlichen wir unseren Brief:
"Sehr geehrtes Stadtratsmitglied,
in Ihrer verantwortungsvollen Position engagieren Sie sich dankenswerterweise für das Wohl und die Zukunft unserer Stadt.
Heute bitten wir Sie insbesondere an die Zukunft Würzburgs zu denken. An die Zukunft einer Stadt, die von ihrem Flair und ihrer hohen Lebensqualität profitiert und somit Touristen, Senioren, Studierende und Wissenschaftler anlockt. Dieses Flair sehen wir durch einen Hochhausbau inmitten der Altstadt beeinträchtigt.
Die Stadtsilhouette vermag Touristen gleichermaßen wie Einheimische zu beeindrucken und sowohl Akademiker als auch Studenten in ihrer Wahl der Hochschule bzw. ihres beruflichen Standortes zu beeinflussen.
Wir bitten Sie, kein Baurecht für ein Gebäude mit einer Höhe von deutlich mehr als 15 Metern zu schaffen! Würzburg muss erkennbar bleiben! An Stelle des gegenwärtigen Gebäudes darf unserer Ansicht nach nur ein Haus in der Höhe seiner Nachbargebäude errichtet werden. Das geplante Hochhaus schwächt Würzburgs zukünftige Standtortqualitäten. Als Teil der jungen Generation dieser Stadt wollen wir ein Würzburg, das sich weiterentwickelt in Qualität und Augenmaß.
Arbeitskreis Studierende für Denkmalschutz"

In dieses Stadtbild gehört kein Hochhaus und auch kein anderer Betonklotz!
2. Aktion Januar 2009:
Verteilen von Flugblättern an Stadträte, Oberbürgermeister und weitere Anwesende der Ausschutzsitzung im Stadtrat.
3. Aktion April 2009:
Nach dieser Stadtratssitzung haben wir in einem gemeinsamen Pressetermin mit anderen Organisationen unseren Unmut kundgetan und von unseren Plänen für ein Bürgerbegehren berichtet.
Lesen Sie hier die Pressemitteilung!
Gleichzeitig wurden Bildmontagen des geplanten Neubaus der Presse vorgestellt:
Zukünftiger Blick von der Löwenbrücke. Montage VVW
Zukünftiger Blick vom Käppele. Montage VVW
Würzburgs Schokoladenseite: Architektonisch fein abgestimmt - ein Gastbeitrag
Der Blick von der Alten Mainbrücke zurück auf die Altstadt - ein Highlight des Tourismus - zeigt heute gelungene Nachkriegsbebauung. Wir sehen geputzte Lochfassaden mit großflächigen Ziegeldächern, auf deren Firste die Stadttürme wie Schachfiguren wandern. Eine besondere Rolle spielt - neben dem Neubauturm - der Turm des Augustinerhochhaus, das den Meisterarchitekten Alexander von Branca, von ihm ist der Entwurf für das Hertie-Kaufhauses, offenbar sogar zu der Gestaltung der reich gegliederten Dachlandschaft inspirierte.
Das untere Foto zeigt beispielsweise, wie er dessen Steildächer - genau von der Mitte der Brücke aus gesehen - mittels dem präzis passend aufgesetzten Walmdach des Hochhauses zu einem sog. Mansarddach steigert , also zu einer edlen Dachform der Hocharchitektur (mit Diamantschliff!), wie wir sie beispielsweise an der Residenz finden können.
Danke für diesen Gastbeitrag und die Fotos an Herrn Dipl.Ing. Günther Flierl, Architekt am Staatlichen Bauamt a.D.


Das vergleichsweise niedrigere historische Hochhaus im Stil der Moderne der 20er Jahre, soll für das neue Gebäude abgerissen werden. Wir haben ein Vergleichsbeispiel gefunden: der Jenoptik-Turm in Jena nach der Sanierung.

In der Ausschußsitzung des Stadtrates zur grundsätzlichen Genehmigung eines Hochhauses mit ca. 35 Metern Höhe stimmten lediglich Willy Dürrnagel (CSU) und Silke Trost (Bündnis90/ Die Grünen) gegen das Projekt und somit für den Erhalt der Würzburger Stadtsilhoutte in der bislang bekannten, historischen Form. Das Ergebnis der Plenums-Stadtratssitzung wird hier veröffentlicht, sobald uns die Daten vorliegen.
Mögliche Chancen:
In Sachen Bürgerentscheid lässt eine Entscheidung aus der Landeshauptstadt München aufhorchen: Dort haben sich die Bürger in der Abstimmung für ein Bauverbot von Hochhäusern entschieden.

Hochhausfreie Zone heißt es in München, Deutschlands großer Boomtown: Hochhaustürme, wie in Würzburg geplant, zählen nach dem Bürgerwillen in München nicht zum Erstrebenswerten.
Stellungnahme der Heiner-Reitberger-Stiftung zum Vorhaben und Erschließungsplan des neuen Innenstadthochhauses
Zu guter Letzt:
Die Behauptung, das Gebäude sei einsturzgefährdet und nicht zu retten wird von mehreren Fachleuten angezweifelt. Schade, dass die Stadt die Veröffentlichung ihres Gutachtens nicht zulässt und daher eine Überprüfung unmöglich ist!
Widersprüchlich ist auch, weshalb das Gebäude innerhalb einer Woche geräumt wurde, um niemanden vor herabfallenden Trümern zu gefährden. Denn gleichzeitig donnern die bis zu 60 Tonnen schweren Straßenbahnzüge im Abstand von etwa 2 Metern am Gebäude seit Jahren vorbei. Müsste die Stecke nicht gesperrt werden und mit einem Schienenersatzverkehr bedient werden? Welche Auswirkungen haben die ständigen Erschütterungen auf die Standfestigkeit des Gebäudes? Warum wurden die beiden Investorenangebote zur Sanierung des Gebäudes abgelehnt?
Links:
Pressebericht über alternativen Investor
Bilder zu möglicher Sanierung
Blick von der Festung auf den Zustand vor der Verhüllung durch das Bauamt. Die harmonische Integration des alten Baus ins Stadtbild wird deutlich.
Diskussion über das Hochaus Augustinerstraße im deutschen Architekturforum Pro Homine
Beitrag von Willy Dürrnagel über die Geschichte und Bedeutung des Altbaus
Antrag von Willy Dürrnagel auf die Bitte des Landesdenkmalrates endlich einzugehen und zu behandeln, anstatt den Einspruch des Landesrats weiter zu ignorieren
Wikipedia zum Architekten des Altbaus
Comics zu den Würzburger Hochhauserfahrungen:

Weitere Aktionen laufen derzeit - wir berichten zu gegebener Zeit. Bitte beteiligen Sie sich - beschweren sich bei Ihren Stadträten. Gegen den Neubau sind bislang lediglich aufgetreten:
- Silke Trost (Grüne)
- Erich Felgenhauer (CSU)
- Willy Dürrnnagel (CSU)
- Uwe Dolata (ÖDP)
- Karin Miethaner-Vent (Grüne)
- Holger Grünwedel (Die Linke)
Bitte berücksichtigen Sie die Stadträte bei der nächsten Wahl!